Freizeiten und Neuwahlen
Die diesjährige Frühjahrskonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland (EJiR) fand vom 12.- 13.März 2011 in der Evangelischen Landjugendakademie in Altenkirchen mit mehr als 80 Delegierten statt.
Die Konferenz tagte zum Thema „Freizeiten“, das Jugendcamp der EJiR im Juni 2010 wurde ausgewertet, die bisherigen Vorsitzenden der EJiR verabschiedet und ihre Nachfolger gewählt.
„Jugendarbeit wirkt“
Zu einem Impulsvortrag über „Konzeptionelle Trends in der Freizeitarbeit“ war Prof. Dr. Andreas Thimmel von der FH Köln eingeladen worden. Evangelische Jugend-Freizeit-Arbeit sollte mit ihrem Alleinstellungsmerkmal der „Werteorientierung“ und den Bildungsinhalten ihrer Freizeiten ihr Profil gegenüber kommerziellen Anbietern schärfen und damit sowohl Teilnehmer wie Förderung einwerben.
Den gesamten Vortrag von Prof. Thimmel kann man ab Ende März hier herunterladen.
Jugendfreizeiten von A-Z.
Am Nachmittag wurde in sechs Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Aspekten von Ferienfreizeiten gearbeitet.
1) Inklusion auf Freizeiten
2) Freizeiten von A-Z, Finanzen, Berichtswesen und Antragstellung
3) Stadtranderholung „low budget-high class“
4) Qualitätssicherung
5) Für was werbe ich? Öffentlichkeitsarbeit
6) Spiritualität in Ferienfreizeiten
Die wichtigsten Ergebnisse aus den Diskussionen in den Arbeitsgruppen waren:
Inklusive Angebote auf Ferienfreizeiten haben es immer noch schwer, denn sie benötigen zunächst einmal mehr Zeit und mehr Geld. Ein besserer Ansatz wäre vielleicht, zu fragen, was es dem Einzelnen und der Gruppe bringt. Zur Herbst-DK sollen andere Ansatzstrukturen überlegt werden.
Bezüglich der notwendigen Formulare soll es eine Service-Seite auf der Homepage der EJiR geben; Hauptamtliche sollten mehr Zeit haben, um die Ehrenamtlichen bei den formalen Dingen zu unterstützen.
Stadtranderholungen sind ein guter Einstieg für TeamerInnen, um Jugendfreizeiten zu leiten: Außerdem ist Inklusion einfacher zu bewerkstelligen und finanziell günstiger, weil Kontakte vor Ort genutzt werden können.
Die Öffentlichkeitsarbeit sollte sich über die Zielgruppen ihrer Werbung im Klaren sein; Wunsch nach gegenseitigen Austausch und einer Ideenbörse; Wo ist das Pfund, mit dem wir wuchern?
Spiritualität wird sehr individuell erlebt, die inhaltliche Gestaltung sollte vom Freizeiten-Team vorher besprochen und festgelegt werden. Die Freizeit-Teams haben nicht nur das Recht auf pädagogische, sondern auch auf theologische Begleitung, um das Verstehen zu gewährleisten.
Auf Antrag einer Arbeitsgruppe, richtete die Delegiertenkonferenz eine Projektgruppe ein, um die bisherigen Leitlinien und Rahmenbedingungen für evangelische Jugendfreizeiten zu überarbeiten und Themen wie z.B. Krisenmanagement, Kindeswohl, sexuelle Gewalt und die Qualifizierung der TeamerInnen verbindlicher festlegen zu können. Erste Ergebnisse sollen auf der nächsten DK vorgestellt werden.
Nach dem Camp ist vor dem Camp
Das Jugendcamp der EJiR im Juni 2010 in Idar-Oberstein war mit mehr als 3000 Besuchern ein Erfolg. Es gab rund 300 Angebote, die meisten zum Mitmachen und mit inhaltlichem Schwerpunkt, nur sieben waren reine Konsumangebote wie beispielsweise Musicals. Daneben gab es Workshop-Angebote mit sehr ernsten Themen wie beispielsweise Kindersoldaten oder Genitalverstümmelung. 34 von 38 Kirchenkreisen der EKiR waren vertreten. Der Anteil von Konfirmandengruppen stieg von 25% auf 35%. Gelobt wird die Angebotsvielfalt und die Bühnenangebote. Das Profil, dass die Evangelische Jugend in der Öffentlichkeit transportiert, lautet: Sie sind friedlich, machen wenig Müll, singen viel und integrieren Behinderte.
Für das nächste Jugendcamp, das im Jahr 2014 stattfinden soll, wird schon jetzt ein neuer Austragungsort und ein gastgebender Kirchenkreis gesucht.
Wer einmal das Jugendcamp live und direkt vor der Haustür erleben möchte, kann sich ab sofort bewerben. Anfragen und weitere Infos bei: klevinghaus@afj-ekir.de
Neuwahlen zum Vorstand
Thomas Weckbecker und Annika Böttger, der bisherige Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende der EJiR traten nach Jahren ehrenamtlicher Arbeit im Vorstand der EJiR von ihren Ämtern zurück.
Als Nachfolger wurden gewählt: Dennis Fröhlen (Vorsitzender / 2. v. rechts) und Miriam Lohrengel (stellvertretende Vorsitzende / rechts). Zweiter stellvertretender Vorsitzender wurde Jürgen Vogel vom CVJM Westbund (links). Neu im Vorstand ist Pascal Ertl aus dem Kirchenkreis Krefeld-Viersen ( 2. v. links).
Die nächste Delegiertenkonferenz findet am 24. Und 25. September im Hackhauser Hof in Solingen zum Thema „Kinder- und Jugendschutz“ statt.
